Alle unsere Bücher haben zum Ziel, die 10 Mālama Diversitäts-Kriterien für vielfältige und diverse Kinderbücher erfüllen.
Wir haben uns bei der Zusammenstellung der Diversitäts-Kiterien an den Kimi-Kriterien für diverse Kinderbücher und den 8 Diversitäts-Dimensionen nach Tebalou orientiert.
10 Kriterien für vielfältige und diverse Kinderbücher
4. Familienformen
Darstellung verschiedener Familienkonstellationen (Ein-Elter-Familien, LGBTIQ-Eltern- und Kinder-Konstellationen, „Patchwork“-Familien, bildungsferne Familien, Familien mit Adoptiv- oder Pflegekindern, Kinder ohne Eltern),
Wertreie Darstellung unterschiedlicher sozioökonomischer Hintergründe
5. Körper, Behinderung & Neurodivergenz
Darstellung von Menschen mit Behinderungen und ihren Hilfsmitteln (Rollstühle, Hörgeräte, Brillen),
Darstellung einer natürliche Vielfalt an Körperformen und -größen,
Darstellung von neurodivergenten Menschen (ADHS/ADS, Autismus, Legasthenie, Dyspraxie, Hochsensibilität, Tourette-Syndrom & Tics)
8. Soziale Herkunft
Darstellung von Menschen verschiedener gesellschaftlicher Schichten,
Darstellung von Menschen mit Armutserfahrungen,
Darstellung der finanziellenRessourcen des Elternhauses (ökonomisches Kapital),
Darstellung der Bildungsschicht (Bildungskapital),
Darstellung der gesellschaftlichen Einflussmöglichkeiten (Soziales Kapital),
Darstellung von kulturellen Ressourcen wie gesellschaftlichen Verhaltensweisen, Kunst und Literatur (Kulturelles Kapital)
10. Trauma, Krankheit, Tod
Darstellung von Trauma & psychischen Belastungen (z. B. durch Flucht, Gewalt, Missbrauch, schwere Unfälle oder systemische Diskriminierung wie Rassismus),
Darstellung von gesundheitliche Diversität & chronische Belastung,
Darstellung von Trauer und Umgang mit dem Tod (Verlusterfahrungen, Trauerkultur, Verwaisung)
Perspektive, Autor*inenschaft und Authentizität
Handlungsmacht
Sind marginalisierte Figuren Protagonist*innen ihrer eigenen Geschichte?
Handeln sie aktiv, statt nur Objekt von Mitleid, Hilfe oder Belehrung zu sein?
Othering
Werden Vielfaltsmerkmale als „normaler“ Bestandteil der Welt dargestellt (beiläufige Diversität) oder werden sie explizit als „anders“, „fremd“ oder „besonders“ inszeniert?
Own Voices
Wurden betroffene Perspektiven bei Autorschaft, Illustration oder Lektorat/Sensitivity Reading einbezogen?
Tokenismus
Gibt es eine Vielfalt an Figuren oder wird eine einzelne Figur stellvertretend für eine ganze Gruppe eingesetzt (z. B. das eine Kind im Rollstuhl)?
Prüffragen des Lektorats:
- Wer spricht?
- Wer erzählt die Geschichte und wer profitiert davon?
- Wer löst das Problem?
- Bringt die marginalisierte Figur die Lösung selbst herbei?
- Welche Klischees bedient die Bildsprache? Welche Farben, Kleidung oder Gesten werden welchen Figuren zugewiesen?
- Ist die Geschichte auch ohne die „Diversität“ stark?
- Steht das Abenteuer, die Emotion oder die Erzählung im Vordergrund, statt einer reinen Belehrung?












